E2rad-Team meistert 940 Kilo- und 8500 Höhenmeter bis nach Avignon

940 Kilometer und 8500 Höhenmeter in acht Tagen – das ist die Bilanz der achten e2rad-Tour, organisiert von den Studierenden Wirtschaftsingenieurwesen der DHBW Ravensburg. Per Elektrorad waren sieben Studierende gemeinsam mit acht radbegeisterten Bürgern vom Bodensee unterwegs. Der Spaß am Radeln verbindet sich dabei mit den Nützlichen: Mit mehreren Messgeräten an den Rädern sammelten die Studierenden Leistungsdaten für die spätere Auswertung.

An acht sportlichen Tagen ging es von Friedrichshafen über Basel, Genf und Grenoble nach Avignon. Die Königsetappe kam dabei ganz zum Schluss: der legendäre Gipfel des Mont Ventoux, der zu den bekanntesten Anstiegen der Tour de France zählt. Wartete das Wetter bis dahin mit strahlendem Sonnenschein auf, brachte ausgerechnet diese Etappe Schauer und kalte Windböen mit sich.

Etappen bis zu 146 Kilometern und 2000 Höhenmetern forderten die Ausdauer der Teilnehmer trotz elektrischem Antrieb. Ganz ohne elektrische Hilfe kam wieder Prof. Dr.-Ing. Jürgen Brath, Studiengangsleiter Wirtschaftsingenieurwesen, aus. Besonders der Mont Ventoux war für ihn eine sportliche Herausforderung: „Damit habe ich jetzt alle vier berühmten Bergetappen der Tour de France gefahren“, freut er sich.

Erstmals mit auf Tour war Manfred Härle, Bürgermeister in Salem. „Raus aus dem Bürosessel und rauf auf den Fahrradsattel, das erdet und trägt zur Bodenhaftung bei. Für mich war die e2rad-Reise ein spannendes und außergewöhnliches Erlebnis. Vor allem die heterogene Zusammensetzung der Teilnehmer hatte einiges auf Lager. Beeindruckt haben mich die jungen Studenten, die ihr Projekt souverän vorbereitet und mit Bravour umgesetzt haben.“ Andere Teilnehmer gehören bereits zur „Fangemeinde“ von e2rad und sind jedes Jahr treu wieder mit dabei. Etwa Bernhard Glatthaar, der die DHBW-Studierenden wieder bei der Planung der Strecke unterstützte, oder das Ehepaar Evelyne und Herbert Fischer.

Marcel Amann war im studentischen Team zuständig für die Planung der Strecke und für die Tourenleitung. „Die detaillierte Planung hat die Leitung der Tour erleichtert, trotzdem war es eine Herausforderung, als Spitze vorauszufahren und die Gruppe sicher ans Ziel zu bringen.“

Eines ist auf jeden Fall wieder auf das Beste gelungen: Die Tour hat wieder gezeigt, dass Sportliche und weniger Sportliche, Ältere und Jüngere mit Spaß solch eine Herausforderung gemeinsam meistern können.

Es ist bereits die achte Tour, die das e2rad-Team der Wirtschaftsingenieure der DHBW Ravensburg auf die Beine gestellt hat. Friedrichshafens Partnerstadt Imperia, Flensburg, die Alpen, die französische Ärmelkanalküste, die kroatische Adriaküste, Brüssel und Berlin hießen die Ziele der vergangenen Jahre. Die Planung der Tour samt Strecke, Sponsorensuche oder Hotelbuchung sind ein Teil der Aufgabe für die DHBW-Studierenden. Sie sammeln auf der Tour aber auch jedes Mal Leistungsdaten zur späteren Auswertung.

 

Die Etappen:

 

Friedrichshafen – Waldshut-Tiengen                        123km, 300 Höhenmeter

Waldshut-Tiengen – Nidau                                      128km, 400hm

Nidau – Nyon                                                         145km, 700hm

Nyon – Albertville                                                   126km, 700hm

Albertville – Grenoble                                               85km, 350hm

Grenoble – Gap                                                       108km, 1800hm

Gap – Sault                                                             110km, 1000hm

Sault – Avignon                                                        95km, 1300hm