Platz 3 beim DHBW Sustainability Research Award geht an Prof. Dr. Thomas Dobbelstein
Grenzen überschreiten – und dennoch eine Verbindung schaffen. „Crossing lines – connecting minds“ war das Motto des DHBW-Forschungstag. Der dritte Platz beim DHBW Sustainability Research Award ging dabei an Prof. Dr. Thomas Dobbelstein von der DHBW Ravensburg mit seiner interkulturellen deutsch-südafrikanischen Forschungsreihe zu den Themen Recycling, dem Kauf recycelter Produkte und Lebensmittelverschwendung. Mit dabei von der DHBW Ravensburg war auch Prof. Dr. Michaela Nübling mit einem Beitrag zu Forschung zu gesundheitsfördernder Praxis. Prof. Dr. Ernst Deuer präsentierte zum Bereich Künstliche Intelligenz (KI), Digitalisierung und Digitalität ein Poster aus dem Forschungsprojekt „Studienverlauf – Weichenstellungen, Erfolgskriterien und Hürden im Verlauf des Studiums an der DHBW“.
„Forschung überschreitet Grenzen und sie soll verbinden“, sagte Prof. Dr. Sabrina Kummer, die den Forschungstag an der DHBW in Villingen-Schwenningen moderierte. Ganz im Zeichen der Interdisziplinarität erwartete die Besucher ein großes Portfolio an großen Gegenwartsthemen – über Demokratie, die Third Mission, über Wasserstoff-Reinigung bis hin zu Nachhaltigkeit. Die stand bei der Veranstaltung auch wieder im Fokus. Als „Green Event“ gekennzeichnet, wurde Nachhaltigkeit bei der Organisation von Villingen-Schwenningens Innovations- und Forschungsmanagerin Johanna Rolf bereits mitgedacht.
„Wo Grenzen enden, da beginnt Innovation“, sagte DHBW-Präsidentin Prof. Dr. Martina Klärle zum Auftakt des Forschungstages.
Erfolgsfaktor: Austausch
über Fachgrenzen
Die Herausforderungen unserer Zeit sind komplex und lassen sich nicht durch einzelne Fachdisziplinen allein lösen. Ob digitale Transformation, nachhaltige Entwicklung, gesellschaftliche Veränderungen oder gesundheitliche Fragestellungen – innovative Lösungen entstehen dort, wo unterschiedliche Perspektiven, Kompetenzen und Erfahrungen zusammenkommen. Der Austausch über Fachgrenzen hinweg ist daher ein zentraler Erfolgsfaktor für Forschung mit gesellschaftlicher Relevanz und zeigt, wie wichtig interdisziplinäre Zusammenarbeit für die Zukunftsfähigkeit von Wissenschaft und Praxis ist, sagte Dr. Dirk Brinkmann als DHBW-Vizepräsident für Forschung, Innovation und Internationalisierung.
Künstliche Intelligenz
als Paradigmenwechsel
Julian Yogeshwar beschäftigt sich als KI-Experte, Unternehmer und Berater intensiv mit den Auswirkungen Künstlicher Intelligenz auf Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. Beim DHBW-Forschungstag gab er Einblicke in aktuelle Entwicklungen rund um KI und zeigte auf, warum die Technologie einen tiefgreifenden Paradigmenwechsel darstellt.
Seine Botschaft an die Zuhörerinnen und Zuhörer: „Mutig sein, es ist eine große Chance.“ Wer sich mit Künstlicher Intelligenz auseinandersetzt, kritisch denkt und die Möglichkeiten der Technologie nutzt, kann neue Wege in Forschung, Lehre und Praxis eröffnen.
DHBW Sustainability
Research Award
„Forschen. Verändern. Zukunft sichern“ – Unter diesem Leitgedanken wurde beim Forschungstag erstmals der DHBW Sustainability Research Award verliehen. Mit dem Preis würdigt die DHBW herausragende Forschungsarbeiten, die einen konkreten Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung leisten und Forschungsergebnisse erfolgreich in Praxis, Gesellschaft oder Hochschule transferieren.
Den ersten Platz belegte Prof. Dr. Volker Schulz mit seinem Forschungsprojekt „PROKOREI H2 – Elektrochemischer Verdichter für die Reinigung und Kompression von Wasserstoff“. Die Arbeit überzeugte durch ihren innovativen Ansatz im Bereich der Wasserstofftechnologie und ihren Beitrag zur Entwicklung nachhaltiger Energiesysteme. Für den ersten Platz erhielt Prof. Dr. Schulz ein Preisgeld in Höhe von 3000 Euro.
Der zweite Platz ging an Prof.in Dr.in Barbara Schramkowski für ihr Projekt „Best Practice Klimaschutz im Sozialsektor“, das aufzeigt, wie nachhaltige Maßnahmen auch in sozialen Einrichtungen erfolgreich umgesetzt werden können.
Den dritten Platz erreichte Prof. Dr. Thomas Dobbelstein mit seiner interkulturellen deutsch-südafrikanischen Forschungsreihe zu den Themen Recycling, dem Kauf recycelter Produkte und Lebensmittelverschwendung.
Poster-Slam und Poster-Ausstellung:
Forschung sichtbar gemacht
Prof. Dr. Ernst Deuer präsentierte ein Poster aus dem Forschungsprojekt „Studienverlauf – Weichenstellungen, Erfolgskriterien und Hürden im Verlauf des Studiums an der DHBW“. Das Projekt untersucht seit Beginn der Corona-Pandemie die Rolle und Potenziale der Digitalisierung im dualen Studium. Seit 2023 rückt dabei zunehmend auch die Bedeutung von KI in Studium und Lehre in den Fokus der Analysen. Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass die Nutzung von KI-Anwendungen unter Studierenden bereits weit verbreitet ist und diese ihre Kompetenzen im Umgang mit KI überwiegend hoch einschätzen. Lehrende zeigen sich dagegen sowohl bei der Nutzung von KI als auch bei der Einschätzung ihrer eigenen Kompetenzen bislang zurückhaltender. Einigkeit besteht bei Lehrenden und Studierenden in einem zentralen Punkt: KI ist gekommen, um zu bleiben. Hochschulen stehen daher vor der Aufgabe, Studierende auf einen reflektierten und wissenschaftlich verantwortungsvollen Umgang mit KI vorzubereiten. Ein generelles Verbot von KI-Anwendungen im Studium wird von beiden Gruppen überwiegend abgelehnt.
Ein weiterer Höhepunkt des Forschungstags der DHBW Villingen-Schwenningen war der Poster-Slam, bei dem Forschende ihre Projekte in kurzen, prägnanten Präsentationen vorstellten. Insgesamt wurden 19 Forschungsposter eingereicht.
Die drei bestplatzierten Poster zeigen die große thematische Bandbreite der Forschung an der DHBW:
1. Platz
Ina Daum
„Wie kann Hochschule als Raum demokratischer Praxis im Kontext der Third Mission gestaltet werden?“
2. Platz
Isabelle Pelz
„Eine Hochschule für ALLE: BlindDate für eine barrierefreie Lehre“
3. Platz
Florian Stöckl
„ηNet – Cyber-Physical and Data Managed System“