Neue Publikation beleuchtet die Geschichte türkischer und deutsch-türkischer Popmusik
Prof. Dr. Holger Lund vom Studiengang Mediendesign an der DHBW Ravensburg hat gemeinsam mit Prof. Dr. Cornelia Lund, Hochschule für Künste Bremen, den Sammelband „Turkish and German-Turkish Pop Music. Anatolian Pop and Rock, Arabesk, Belly Dance, Hip-Hop. Texts 2011 to 2025, Revised and Enlarged“ veröffentlicht.
Der englischsprachige Band vereint mehr als 15 Jahre Forschung zu den Entwicklungen türkischer Popmusik in der Türkei und in Deutschland. Im Fokus stehen Musikrichtungen wie Anatolian Pop und Rock, Arabesk, Belly Dance und Hip-Hop sowie deren kulturelle, gesellschaftliche und politische Hintergründe. Die Beiträge zeigen, wie sich diese Musikstile als hybride Ausdrucksformen entwickelt haben und welche Rolle Migration, Medien und kultureller Austausch dabei spielen.
Ein weiterer Schwerpunkt der Publikation liegt auf der Geschichte deutsch-türkischer Popmusik. Die Herausgebenden gehen der Frage nach, weshalb diese Musik über Jahrzehnte im deutschen Musikmarkt und in den Medien kaum wahrgenommen wurde und wie sich daraus eine eigenständige und vielfältige Musikszene entwickeln konnte. Dabei verbindet das Buch Perspektiven aus Kultur-, Medien- und Migrationsforschung mit einer dekolonialen Sichtweise und eröffnet neue Zugänge zur Geschichte populärer Musik.
„Türkische und deutsch-türkische Popmusik erzählt nicht nur Musikgeschichte. Sie erzählt auch von Migration, kulturellem Austausch und gesellschaftlichem Wandel. Mit unserem Buch möchten wir diese Zusammenhänge sichtbar machen und neue Perspektiven auf eine Musik eröffnen, die lange unterschätzt wurde“, sagt Holger Lund.