Prof. Dr.-Ing. Mark Schutera verstärkt den Studiengang Data Science und Künstliche Intelligenz an der DHBW Ravensburg
Mit Mark Schutera gewinnt die DHBW Ravensburg einen ausgewiesenen AI-Experten für den Studiengang Data Science und Künstliche Intelligenz. Der promovierte Ingenieur verfügt über umfangreiche Erfahrung aus Industrie und Forschung, die er seit April in Lehre, Forschung und angewandte Projekte einbringt.
Seine Schwerpunkt in der Lehre reichen von den mathematischen Grundlagen der Numerik über Unsupervised Deep Learning, AI Engineering, Large Language Models und Agentensysteme bis an die Schnittstelle zu Embodied AI. Eigene Akzente setzt er mit Fächern wie Philosophy of AI und Disciplined Vibe Coding.
Was erwartet die Studierenden bei ihm? „Ich lasse gerne Freiräume“, sagt Schutera, „Wissen und Können entstehen im gemeinsamen Zusammenspiel, das ist kein passiver Prozess, hier wird nichts vorgesetzt oder verordnet. Ich schaffe die Bedingungen, dann entscheidet es sich bei und durch die Studierenden.“ Scheitern ist für ihn kein Makel, sondern Methode: „Das Überkommen von Schwierigkeiten ist das Medium, das es nicht zu vermeiden sondern zu suchen gilt. Widerstand und Reibung erzeugen Fortschritt und tiefes Verstehen.“
Der 35-Jährige hat in den vergangenen neun Jahren bei der ZF Friedrichshafen gearbeitet, zuletzt als Head of Industrial AI Global Operations bei ZF LIFETEC. Dort verantwortete er die globale AI-Strategie des Unternehmens in der Produktion, baute internationale Teams aus AI-Architekten und Ingenieuren auf und entwickelte zentrale Plattformen für den produktiven Einsatz von AI. „Industrial AI“, wie er sagt. Zuvor leitete er als Teamleiter internationale Entwicklerteams in der Forschung und Entwicklung in der Validierung im autonomen Fahren. Eine Tätigkeit am Puls neuester Entwicklungen, eng verzahnt mit industriellen Anwendungen, aus der unter anderem zahlreiche wissenschaftliche Publikationen und Patente hervorgingen.
Ursprünglich studiert und promoviert hatte Mark Schutera Maschinenbau am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Seinen Fokus legte er aber ganz früh auf kognitive technische Systeme: Seinen Master machte er gemeinsam mit dem Robotik-Spezialisten KUKA zum Thema Unsupervised Learning auf Kollaborativen Robotern. Bei seiner Promotion ging es dann um Kognitive Wahrnehmungssysteme im Autonomen Fahren. „eigentlich hat sich das Gebiet meiner Forschungsinteressen nie verändert, das Feld bewegt sich nur sehr schnell", sagt Mark Schutera.
Internationale Erfahrungen sammelte Mark Schutera unter anderem in Stockholm an der KTH, in Tel Aviv bei SAP und bei einem Forschungsaufenthalt im ZF Innovation Hub in Sunnyvale in Kalifornien, in Zusammenarbeit mit dem renommierten Deep Drive Consortium der UC Berkeley.
Schon seit 2019 lehrt Schutera, die Professur an der DHBW war daher ein naheliegender Schritt. Hier ist er schnell angekommen: Ein erstes gemeinsames Paper ist bereits angenommen, die ersten Klausuren sind geschrieben und ein kleines Roboterlabor in Betrieb genommen. Am dualen Prinzip reizt ihn besonders der ständige Austausch mit Unternehmen über die Studierenden und den dadurch ermöglichten Wissenstransfer. „Viele spannende Projekte entstehen mit und in der Industrie. Die Forschung kann dann erinnern, dass die Zukunft schon da ist, nur eben ungleichmäßig verteilt", so Schutera – er lädt Industriepartner ein den Kontakt zu suchen.
Nicht zuletzt ist Mark Schutera auch in der Politikberatung aktiv: Er wirkt im Experten Forum des AI Office der Europäischen Kommission mit, ist als Experte im KI Bundesverband engagiert und in weiteren AI-Gremien vernetzt. Ein AI-Allrounder.