„In vielen Betrieben wird eine hervorragende Personalarbeit geleistet“

Die Busche-Personalstudie 2026 hat auf Basis von mehr als 2.500 anonymen Rückmeldungen die „TOP-Arbeitgeber“ im Gastgewerbe ermittelt. Im Mittelpunkt der Untersuchung standen die Erfahrungen von Mitarbeiter*innen aus Hotellerie und Gastronomie – von Arbeitsklima und Führungskultur über Karriereperspektiven bis hin zu Arbeitsbedingungen und Work-Life-Balance. Wissenschaftlich begleitet wurde die Studie von Prof. Dr. Almut Steinbach, Studiengangsleiterin BWL-Tourismus, Hotellerie und Gastronomie an der DHBW Ravensburg.

Ziel der Untersuchung war es, sichtbar zu machen, wie Beschäftigte ihren Arbeitsalltag in Hotels und Restaurants tatsächlich erleben – und welche Betriebe aus Sicht ihrer Teams besonders verlässliche und attraktive Arbeitgeber sind. Die Ergebnisse entstehen in einer Zeit, in der das Gastgewerbe weiterhin erheblichen wirtschaftlichen Belastungen ausgesetzt ist. Von großer Bedeutung ist dabei, wie Betriebe ihre Mitarbeiter*innen binden, motivieren und entlasten.

Die Befragten bewerteten ihre Arbeitgeber aus der Hotellerie und Gastronomie in den Kategorien Arbeitsklima, Vergütung, Karrierechancen, Digitalisierung, Diversität, Arbeitsbedingungen und Work-Life-Balance.

Zu den höchsten Zustimmungswerten gehörten insbesondere Aussagen zur Zusammenarbeit verschiedener Kulturen im Betrieb, zu abwechslungsreichen Aufgabenfeldern sowie zu einem respektvollen Umgang im Arbeitsalltag.

Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse auch strukturelle Herausforderungen der Branche auf. So fällt die Zustimmung zur Aussage, dass eine langfristige Karriereplanung im eigenen Betrieb möglich sei, vergleichsweise niedrig aus. Auch flexible Arbeitszeitmodelle – etwa eine 4-Tage-Woche oder Homeoffice-Regelungen in geeigneten Bereichen – werden bislang nur eingeschränkt wahrgenommen.

„Die Studie zeigt, dass in vielen Betrieben schon heute eine hervorragende Personalarbeit geleistet wird. In vielen Fällen gelingt es, Leidenschaft für die Aufgabe, den Arbeitsplatz und vor allem für die Arbeit im Team zu entfachen. Herausforderungen bleiben bestehen, aber gerade der Vergleich mit der Studie aus dem Vorjahr zeigt, dass die Werte sehr stabil sind und die Arbeitszufriedenheit in der Branche deutlich höher einzuschätzen ist, als in der Öffentlichkeit oft wahrgenommen“, sagt Prof. Dr. Almut Steinbach.

Neben den quantitativen Bewertungen konnten die Teilnehmenden auch offene Rückmeldungen zu ihren Arbeitgebern geben. Besonders häufig nannten sie positive Aspekte wie Wertschätzung, flache Hierarchien, Respekt im täglichen Miteinander sowie ein familiäres Arbeitsumfeld.