Preise an die besten Absolvent*innen Technik

Am Technikcampus Friedrichshafen studieren rund 1.400 angehende Jungingenieur*innen. Für besondere Leistungen im Studium erhalten einige von ihnen Auszeichnungen – ausgelobt von Unternehmen der Region und von der Stadt Friedrichshafen.

Airbus vergibt den Preis an den besten Informatik-Absolventen. Yvonne Giel übergab ihn an Philipp Rottweiler, der seinen Bachelor mit der Note von 1,1 absolviert hat. Für ein duales Studium Informatik hat er sich entschieden, um die oft abstrakte Informatik durch die Praxisphasen im Unternehmen gleich praxisnah anwenden zu können. In seiner Bachelorarbeit hat er sich mit der Integration der Firmware eines Motorsteuergeräts in eine inhouse entwickelte Basissoftware beschäftigt. Nach seinem Studium arbeitet er weiter bei seinem Partnerunternehmen, der Rolls-Royce Solutions GmbH in Friedrichshafen, im Bereich Mission Critical and Monitoring Software.

Der beste Maschinenbau-Absolvent seines Jahrgangs wird ausgezeichnet von dem Weingartner Unternehmen Coperion. In diesem Jahr ging die Auszeichnung an Richard Roth. Warum ein duales Studium an der DHBW? „Technik ist aus meiner Sicht fest mit der Praxis verbunden. Natürlich ist ein tiefgreifendes theoretisches Wissen die absolute Basis für die Lösung komplexe Aufgaben in der industriellen Praxis“, sagt Richard Roth. Nach seinem Bachelor arbeitet er weiter bei seinem Partnerunternehmen Rolls-Royce Solutions GmbH in seinem Lieblingsfeld, der Konstruktion. Laudator war Dr. Bernhard Stark, Leiter Technik, Forschung und Entwicklung bei Coperion. Er appellierte an die Gäste: „Machen Sie Werbung für technische Berufe – das ist mir ein großes Anliegen.“

Den Preis für den besten Absolventen im Studiengang Embedded Systems hat Lothar Arnold Kaufmännischer Direktor bei der RAFI Group übergeben. Der Preis ging an Johanna Raue. Zu ihrer Studienwahl sagt sie: „Sie hat sich als das herausgestellt, was ich mir erhofft habe: das Beste aus den Welten von Hardware und Software.“ In ihrer Bachelorarbeit hat sie untersucht, wie KI und insbesondere neuronale Netze ein einem Steuergerät integriert werden können. „Ein neuer Gedanke, der genau meinem Anspruch entspricht, etwas Innovatives zu machen“, so Johanna Raue. Bei ihrem Partnerunternehmen Mercedes Benz arbeitet sich auch nach ihrem Studium in einem Steuergeräte-Projekt.

„Wir möchten mit unserem Preis das Fach Elektrotechnik würdigen, denn Produkte wie innovative Sensoren sind die Grundlage unseres Erfolgs“, sagt Jörg Poser, Vice President Technical Management bei der ifm Group. Er zeichnete Michaela Missel als beste Absolventin in der Elektrotechnik aus. Ihr Werdegang begann mit einem Realschulabschluss und einer anschließenden Ausbildung als Elektronikerin. Nachdem sie ihre Fachhochschulreife nachgeholt hatte, entschied sie sich für ein duales Studium Elektrotechnik an der DHBW Ravensburg mit dem Partnerunternehmen Boehringer Ingelheim. Dort arbeitet sie auch nach ihrem Bachelor weiter halbtags. Sattelt aber inzwischen an der Uni Ulm den Master in Informationstechnik drauf. Was ihr immer wichtig war und ist: der Bezug zur Praxis! In ihren Studienarbeiten hat sie sich etwa mit der Optimierung der Software für ein Hochregallager beschäftigt. Im Bachelor nahm sie Einblick in die Robotik.