„Sie haben genau die richtigen Knöpfe gedrückt“
Warum nicht einmal Out of the Box denken? Andreas Arnold ist relativ neu als Geschäftsführer bei der Zeppelin Luftschifftechnik. Einem Unternehmen mit gewachsenen Strukturen und Prozessen, dem ein Change Prozess bevorsteht. Für einen jungen Blick von außen hat er auf Einladung von Prof. Dr. Ernst Deuer an der DHBW Ravensburg das Gespräch mit Studierenden der Studienrichtungen BWL-Industrial Business Management und BWL-Digital Business Management dazu gesucht.
Seit 1997 steigt der Zeppelin NT vor allem am Bodensee wieder in die Lüfte, neun Luftschiffe sind das bis heute. In den Jahren bis heute sind viele Strukturen gewachsen und Prozesse haben sich verfestigt. Zeit, einen kritischen Blick darauf zu werfen und zu sehen, was gut und was schlecht läuft – und um einen Cultural Change einzuläuten, wie Andreas Arnold meint, der gemeinsam mit Personalleiterin Jasmina Hübner an die DHBW Ravensburg gekommen war.
Die Studierenden hatten sich bereits im Vorfeld Gedanken dazu gemacht. Bei einer SWOT-Analyse hatten sie zum Beispiel auf das Potenzial für Forschungsflüge geschaut, sich Gedanken über ein Mentoring-Programm im Betrieb oder eine Ausweitung des Wartungsprogramms gemacht. Eine weitere Gruppe hat darauf geschaut, wie man die Mitarbeiter*innen im Change Prozess mitnehmen kann. Die Studierenden Digital Business Management, die von Prof. Dr. Thomas Dobbelstein betreut wurden, haben speziell ein Auge auf digitalisierte Abläufe geworfen.
„Sie haben genau die richtigen Knöpfte gedrückt“, lobte Andreas Arnold die Studierenden bei der anschließenden Diskussion. „Sie haben die Punkte adressiert, die bei uns im Betrieb gerade die Stolpersteine sind.“
Experiment und neues Lehrformat also gelungen: Ein Blick von außen und in diesem Fall von Nachwuchskräften für die Industrie ist für beide Seiten ein Gewinn. Die Studierenden bekommen direkt Resonanz zur realen Fallstudie. Und Zeppelin als Unternehmen einen Blick „Out of the Box“.