Wissenschaftler aus Nigeria zu Gast an der DHBW Ravensburg

Wie lassen sich wissenschaftliche Erkenntnisse nutzen, um gesellschaftliche und wirtschaftliche Herausforderungen zu bewältigen? Und welchen Beitrag kann internationale Zusammenarbeit dazu leisten? Mit diesen Fragen beschäftigen sich zwei Wissenschaftler aus Nigeria, die für einen dreimonatigen Forschungsaufenthalt an der DHBW Ravensburg zu Gast sind: Prof. Evans Osabuohien von der Covenant University in Nigeria und Dr. Victoria Okafor, Forschungsökonomin in der Abteilung für Armut und Gerechtigkeit der Weltbankgruppe, Region Afrika.

Ermöglicht wird der Aufenthalt durch die Unterstützung der Alexander-von-Humboldt-Stiftung, die sich für den internationalen wissenschaftlichen Austausch und die Vernetzung von Forschenden engagiert.

Forschung zu wirtschaftlicher Entwicklung und gesellschaftlichen Herausforderungen

Prof. Evans Osabuohien forscht insbesondere zu Fragen der wirtschaftlichen und nachhaltigen Entwicklung Afrikas. Seine wissenschaftlichen Arbeiten befassen sich unter anderem mit institutionellen Rahmenbedingungen, Landwirtschaft, Ernährungssicherheit, finanzieller Entwicklung, internationalem Handel und der digitalen Transformation. Dabei untersucht er, wie wirtschaftliche und gesellschaftliche Strukturen verbessert und inklusive Entwicklungsprozesse gefördert werden können. Er ist an der Covenant University in Nigeria tätig und verfügt über umfangreiche Erfahrung in Forschung und akademischer Zusammenarbeit.

Dr. Victoria Okafor bringt ihre Expertise aus der Entwicklungsökonomie und der anwendungsorientierten Forschung ein. Als Forschungsökonomin bei der Weltbankgruppe beschäftigt sie sich unter anderem mit Armut, Einkommensverteilung, wirtschaftlicher Entwicklung und sozialer Absicherung. Ihre Arbeit verbindet empirische Datenanalysen mit der Frage, wie wissenschaftliche Erkenntnisse in konkrete wirtschafts- und entwicklungspolitische Maßnahmen übersetzt werden können.

Die unterschiedlichen fachlichen Perspektiven bieten zahlreiche Anknüpfungspunkte für den wissenschaftlichen Dialog. Gemeinsam möchten die Forschenden während ihres Aufenthalts neue Ideen diskutieren, Möglichkeiten für gemeinsame Forschungsprojekte ausloten und ihre internationalen Netzwerke weiter ausbauen.