Landwirtschaft über Grenzen hinweg: DHBW Ravensburg baut Zusammenarbeit mit Südafrika aus

Wie wird Landwirtschaft in Südafrika im Vergleich zu vor Ort betrieben? Welche Lösungen entstehen unter anderen klimatischen Bedingungen? Und wie können Studierende von internationalen Erfahrungen profitieren? Diese Fragen stellten sich unter anderem beim Besuch von Prof. Peter Zenzile Khetsha an der DHBW Ravensburg. Der Leiter des Departments für Agrarwissenschaften an der Central University of Technology (CUT) in Südafrika war zu Gast, um die Zusammenarbeit mit dem Studiengang Agrarwirtschaft an der DHBW Ravensburg auszubauen und neue Perspektiven für Studierende und gemeinsame Forschungsprojekte zu eröffnen. Studiengangsleiter Prof. Dr. Jonas Weber hatte dazu von Seiten der DHBW Ravensburg ein vielfältiges Programm zusammengestellt.

Internationale Perspektiven für die Agrarwirtschaft

Wie vielfältig Landwirtschaft und Agrarforschung sein können, erlebte Prof. Khetsha gleich zu Beginn seines Aufenthalts bei einem Besuch des Landwirtschaftlichen Zentrums Baden-Württemberg (LAZBW) in Aulendorf. Bei Führungen erhielt er Einblicke in die Grünland- und Gräserforschung sowie in die Arbeit der Einrichtung.

Auch der Austausch mit den Studierenden kam nicht zu kurz: Im Rahmen des Integrationsseminars gestaltete Prof. Khetsha Vorlesungen für das fünfte Semester des Studiengangs Agrarwirtschaft. Weitere Programmpunkte führten ihn in die landwirtschaftliche Praxis. Bei der Besichtigung des Betriebs Obstbau Haller und einer gemeinsamen Exkursion mit den Studierenden zu einer Agri-PV-Anlage bei Schlier standen aktuelle Entwicklungen und innovative Ansätze der Landwirtschaft im Mittelpunkt. Ergänzend dazu boten Lehrveranstaltungen zu Welternährung, Agroforst und internationalen Agrarprojekten Gelegenheit, fachliche Perspektiven über Ländergrenzen hinweg kennenzulernen.

Aus Begegnungen werden konkrete Möglichkeiten

Der Besuch eröffnete nicht nur neue fachliche Einblicke, sondern schuf auch eine Grundlage für die weitere Zusammenarbeit. Gemeinsam mit Thomas Schieber, Leiter des International Office der DHBW Ravensburg, besprach Prof. Khetsha konkrete Möglichkeiten für den Austausch von Studierenden.

Ziel ist es, künftig Praxisphasen sowohl für Studierende der CUT in Südafrika als auch für Studierende der DHBW Ravensburg zu ermöglichen. Möglich sind aber auch Auslandssemester in der Theorie an der CUT oder in Ravensburg.

Von unterschiedlichen Erfahrungen gemeinsam profitieren

Auch gemeinsame Forschungsaktivitäten bieten vielversprechende Anknüpfungspunkte. Gerade die unterschiedlichen klimatischen Bedingungen und landwirtschaftlichen Strukturen machen den Austausch zwischen Deutschland und Südafrika besonders interessant. In Südafrika prägen sie vielfältige Formen der Landwirtschaft – darunter auch große Betriebe mit innovativen Konzepten.