„Campus Connect“ verbindet Innovationsakteure im Zukunftsquartier Fallenbrunnen

Das RITZ Innovationszentrum, die IWT Wirtschaft und Technik GmbH, die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) und die Zeppelin Universität haben gemeinsam das erste Mal ein „Campus Connect“ veranstaltet. Im Fallenbrunnen in Friedrichshafen teilen sich die vier Institutionen einen Campus, auf dem Forschung, Lehre und unternehmerische Praxis dicht beieinanderliegen. An diesem Nachmittag öffneten die Einrichtungen ihre Türen füreinander und gewährten Einblicke in ihre Innovationsaktivitäten, aktuelle Forschungsschwerpunkte und Labore. Ziel war es, die Organisationen, Menschen und Projekte hinter den Institutionen RITZ, IWT, DHBW und ZU kennenzulernen und Anknüpfungspunkte für den fachlichen Austausch zu schaffen, um Synergien aufzudecken und künftig eine noch engere Zusammenarbeit am Campus zu ermöglichen.

Im RITZ begrüßte Geschäftsführer Marian Duram die rund 50 Teilnehmenden und zeigte sich begeistert von dem hohen Zuspruch. „Mit diesem Format möchten wir das vorhandene Innovations-Know-how noch sichtbarer machen und den aktiven Austausch am Campus Fallenbrunnen weiter fördern. So schaffen wir Raum und den Rahmen für neue Ideen und stärken die Basis für weitere Kooperationen.“

Nach einer inhaltlichen Vorstellung des RITZ, einem Rundgang durch die verschiedenen Arbeitsbereiche und dem neu geschaffenen Startup-Space im Innovationszentrum, präsentierte sich mit der Tri.Merge GmbH ein zentraler Mieter im RITZ. Philipp Bröckl, Geschäftsführer der Tri.Merge, führte durch die neu gestalteten Büro- und Arbeitsflächen und gab einen Einblick in die Tätigkeiten des Unternehmens und somit in die unternehmerische Perspektive des Campus. Die Tri.Merge GmbH entwickelt praxisnahe, industrielle KI-Anwendungen mit Fokus auf Sicherheit und Effizienz.

Im Anschluss führte Dr. Markus Urner, Geschäftsführer des IWT, in die sich im RITZ befindende Smart-City-Leitstelle, die als zentraler Demonstrator zur Simulation, Steuerung und Überwachung von urbanem und automatisiertem Verkehr im Rahmen von Forschungsprojekten, dient.

Im Anschluss lernten die Teilnehmenden die Lernfabrik des IWT, die als Lern- und Erprobungszentrum für Industrie 4.0 und digitalisierte Produktion dient, kennen. Hier gab es neben einer Vorstellung eines Robotik-Projekts durch einen Studierenden einige Informationen über aktuelle Forschungsarbeiten.
Ebenfalls im Factory Space des RITZ fand der nächste Stopp statt. Hier befindet sich das DHBW-Labor „Autonomes Fahren“ unter der Leitung von Prof. Dr. Wilhelm Ruckdeschel. Anhand von Modellfahrzeugen und einem straßentauglichen Testfahrzeug wurde den Teilnehmenden ein anschaulicher Einblick in die Digitalisierung des Transportwesens und deren praktische Umsetzung gegeben.

Die nächste Station führte dann in die Räumlichkeiten der DHBW, wo Prof. Dr.-Ing. Florian Leitner-Fischer und Prof. Dr. Thomas Dietmüller Forschung zum Anfassen boten. Zunächst wurde der Hubschrauber-Flugsimulator, der laufend von Studierenden der DHBW weiterentwickelt wird und auch als „fliegender Hörsaal“ und Forschungsprojekt im Studiengang Luft- und Raumfahrttechnik genutzt wird, vorgestellt. Im Anschluss erhielten die Teilnehmenden Einblicke in die Zukunftsfabrik Bodensee der DHBW, die eine smarte Lern- und Forschungsfabrik darstellt, in der Studierende und Forschende reale, vernetzte Industrie-4.0-Produktionsprozesse und KI-Anwendungen praxisnah entwickeln und erproben können. Der vorgeführte Apfelpflückroboter ist dabei ein Paradebeispiel für den Transfer von Industrie 4.0 in die regionale Landwirtschaft am Bodensee.

An der Zeppelin Universität wurden die Teilnehmenden von Präsidentin Prof. Dr. Anja Achtziger begrüßt. Sie stellte die psychologischen Labore der Zeppelin Universität vor, in denen sich alles um die Erforschung des menschlichen Verhaltens, z.B. im Bereich der Entscheidungsforschung, an den Schnittstellen von Psychologie, Wirtschaft und Politik dreht, vor. Den fachlichen Abschluss bildete die Vorstellung des Virtual-Reality-Lab, in dem u.a. die Frage nachgegangen wird, wie immersive Medien neue Perspektiven auf Lernen, Gesellschaft, Wirtschaft und Kunst eröffnen können.

Das abschließende Get-together wurde genutzt, um Gespräche zu vertiefen und Kontakte auf- und auszubauen. Den Teilnehmenden aus allen beteiligten Einrichtungen bot die Tour vielseitige Eindrücke von der Arbeit der Nachbarn auf dem Campus und ausreichend Raum für Gespräche über die eigene Disziplin hinaus.

 

Das RITZ Regionales Innovations- und Technologietransfer Zentrum in Friedrichshafen ist das Innovationszentrum für Wirtschaft und Wissenschaft in der Vierländerregion Bodensee. Es fördert Innovation und Transformation und schafft dafür den Rahmen, die Infrastruktur und das Netzwerk, in denen Unternehmen, Start-ups und Hochschulen zusammenarbeiten. Hier finden Teams und Einzelpersonen einen Arbeitsplatz mitten im Netzwerk: Wer möchte, trifft auf die richtigen Partner, denkt gemeinsam weiter und bringt neue Projekte auf den Weg.

Das RITZ ist eine Initiative des Bodenseekreises und der Stadt Friedrichshafen. Als einer der Gewinner des RegioWIN-Wettbewerbs wird es vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und vom Land Baden-Württemberg gefördert.