Studieninhalte & Profil

Theorie und Praxis der Medienmärkte

Die Digitalisierung sowie die veränderten Nutzerpräferenzen führen zu einer großen Marktdynamik auf den Medienmärkten. Medien- und Kommunikationsunternehmen entwickeln in immer kürzeren Innovationszyklen neue Produkte für diversifizierte Verbreitungswege. Nutzerintegrierte Formate werden konzipiert, versioniert und zunehmend auch über soziale Netzwerke bereitgestellt. Die zielgerichtete Ansprache des Kunden mit spezifischen Inhalten und Werbebotschaften über verschiedene Distributionswege ist eine der unternehmerischen Schlüsselkompetenzen für erfolgreiche Geschäftsmodelle in der zunehmend digitalisierten Unternehmenspraxis.

Unternehmen suchen qualifizierte Fach- und Führungskräfte, die die Potenziale neuer Technologien erkennen, flexibel und zeitnah auf Veränderungen am Markt reagieren und innovative Medien- und Kommunikationsprodukte entwickeln.

Zukünftige Entscheider der Medien- und Kommunikationsbranche benötigen aufgrund der komplexen und dynamischen Marktstrukturen der Digitalwirtschaft neben einem fundierten ökonomischen Fachwissen auch weitreichende technische, rechtliche, kommunikationswissenschaftliche und gestalterische Kenntnisse. Die an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg einzigartige Studienrichtung Medien- und Kommunikationswirtschaft greift diese Anforderungen innerhalb des dreijährigen Studiums in Theorie und Praxis konsequent auf.

Das zentrale Merkmal der DHBW ist ihr duales Studienkonzept mit den wechselnden Theorie- und Praxisphasen sowie der engen Kooperation zwischen der Hochschule und ihren Dualen Partnern.
 

Die detaillierten Inhalte der Studienrichtung sind im Modulplan und in den Modulbeschreibungen aufgeführt.

Besonderheiten der Medien- und Kommunikationsbranche

Das Alleinstellungsmerkmal der Studienrichtung stellt der konsequent medien- und kommunikationswirtschaftlich ausgerichtete Kern- und Wahlbereich dar:

Im Kernbereich lernen die Studierenden die komplexen Marktstrukturen und das Verhalten der Medienunternehmen, Agenturen und Unternehmen der werbetreibenden Wirtschaft kennen. Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung werden aber auch Plattformbetreiber wie Google, Amazon und Facebook etc. thematisiert. Ein besonderer Fokus liegt auf der Verbundenheit der Märkte und deren Vermarktung. Um das Verhalten von Konsumenten, Rezipienten und Usern erklären, verstehen und prognostizieren zu können, werden Studieninhalte zum Konsumentenverhalten, zur Medien- und Werbeforschung sowie zur Mediaplanung gelehrt. Diese ökonomische und psychologische Perspektive wird durch medienrechtliche, technologische und gestalterische Aspekte der Medien- und Kommunikationswirtschaft komplettiert.

Die Lehrveranstaltungen des Wahlbereichs I bieten den Studierenden ab dem zweiten Studienjahr die Möglichkeit, spezifische Modelle, Methoden und Instrumente für die Tätigkeit als Medienmanager oder Kommunikationsmanager zu erwerben. Studierende werden für die Tätigkeit im Medienmanagement mit den spezifischen ökonomischen Rahmenbedingungen von Medien, den Erfolgsfaktoren digitaler Geschäftsmodelle sowie den Methoden zur Strategieentwicklung für Medienprodukte und Geschäftsfelder integriert. Studierende mit dem Schwerpunkt Kommunikationsmanagement werden mit Strategien und Techniken der Markenführung sowie ausgewählten Instrumenten der Marketingkommunikation, der Integrierten Unternehmenskommunikation und Public Relations vertraut gemacht.

Im dritten Studienjahr stehen den Studierenden im Wahlbereich II unterschiedliche Spezialisierungsmöglichkeiten offen, aus denen sich idealtypische Berufsverläufe ableiten lassen. 

  • Für generalistisch geprägte Berufsbilder bietet sich die Wahlfachkombination Medienmanagement und Kommunikationsmanagement an.
  • Vermarktungsspezialisten vertiefen bereits bestehendes Wissen zum Dialog- und Onlinemarketing sowie Social Media Management durch Kampagnenmanagement und CRM im eCommerce.
  • Im Wahlfach Controlling und Unternehmensentwicklung vertiefen Studierende ihre Kenntnisse in den Bereichen Rechnungswesen, Controlling und Strategie. Dadurch qualifizieren sie sich im strategischen Controlling und lernen die Bedeutung für die Steuerung der Unternehmensentwicklung kennen.

Zielgruppe

Die Zielgruppe sind Studierende mit vertieftem Interesse an grundlegenden (medien-)wirtschaftlichen Fragestellungen. Gleichsam sollten sie sich für ein interdisziplinär ausgerichtetes Studium interessieren. Dies setzt die Fähigkeit der Verknüpfung von Ökonomie, Medientechnologie und Medienrecht mit gestalterischen und kommunikationswissenschaftlichen Aspekten voraus. Darüber hinaus erfordert ein duales Studium in diesem kreativen Umfeld von Studieninteressierten insbesondere folgende Anforderungen:

  • Kreativität in Wort und Bild sowie sprachliches Ausdrucksvermögen und Stilsicherheit im Umgang mit Texten,
  • Bereitschaft zu flexiblem Denken sowie zur Übernahme von Verantwortung,
  • souveräner Umgang mit Kunden, Mitarbeitern und sonstigen Stakeholdern des Unternehmens,
  • Team- und Kommunikationsfähigkeit sowie Belastbarkeit.

Betriebswirtschaftslehre als Basis

Im Kern des dualen Studiums an der Fakultät Wirtschaft der DHBW steht immer eine solide betriebswirtschaftliche Grundausbildung: Die Studierenden beschäftigen sich mit sämtlichen Bereichen der Betriebswirtschaftslehre wie Marketing, Mitarbeiter- und Unternehmensführung sowie Kostenrechnung, lernen die einschlägigen Rechtsgebiete und relevanten Teile der Volkswirtschaftslehre kennen, erlangen praxisrelevante statistische und wirtschaftsmathematische Fähigkeiten und trainieren die wissenschaftliche Methodik.

Schlüsselqualifikationen und Soft Skills

Über den fachspezifischen Lehrplan hinaus werden an der Hochschule Seminare angeboten, die Schlüsselqualifikationen wie Präsentationstechnik, Verhandlungsführung und Teamarbeit fördern. Die Themenfelder Ethik und soziale Verantwortung dienen der persönlichen Weiterentwicklung.