Erfolgreich berufsbegleitend zum Master

Acht Absolventen und eine Absolventin feiern ihren Abschluss des Studiengangs Systems Engineering – und dazu noch einige Rekorde – Kooperation zwischen Dualer Hochschule Baden-Württemberg Ravensburg und HTWG Hochschule Konstanz

Sie kamen aus Berlin und Donauwörth, aus Friedrichshafen und München: Dieser Jahrgang, der vierte im berufsbegleitenden Masterstudiengang Systems Engineering, hat auch geografisch Rekorde gebrochen. Das betonte Prof. Dr. Werner Kleinhempel, Senatsbeauftragter für wissenschaftliche Weiterbildung an der HTWG, bei der Verabschiedung der Absolventen. Noch ein weiterer Rekord: Der erste Hochschulabschluss eines Studenten lag bereits mehr als 20 Jahre zurück. Nach dem Elektrotechnik-Studium – damals noch an der FH Schmalkalden (Thüringen) – und vielen Berufsjahren hatte sich der bisher erfahrenste Student für den berufsbegleitenden Master entschieden. „Ich wollte mich einfach auf den neuesten Stand bringen, seit meinem Diplom hat sich schließlich das Fach stark weiterentwickelt“, sagte Jan Pietrusky. Der berufsbegleitende Masterstudiengang Systems Engineering bietet eine praxisnahe Ausbildung für die Planung, den Entwurf und die Integration von Systemlösungen. Er wird seit 2012 gemeinsam von der DHBW Ravensburg und der HTWG Hochschule Konstanz Technik, Wirtschaft und Gestaltung angeboten.

„Sie haben zwei sehr arbeitsreiche Jahre hinter sich und sich erfolgreich im Spannungsfeld zwischen Beruf, Familie und Weiterbildung bewegt“, sagte HTWG-Präsident Prof. Dr. Carsten Manz anerkennend. Schließlich sei es eine Herausforderung, alle Anforderungen unter einen Hut zu bringen. So sei das Studium eine akademische wie auch eine persönliche Weiterbildung, bilanzierte Prof. Dr. Herbert Dreher, Rektor der DHBW Ravensburg. Die Absolventen hätten ihre Stärken und Schwächen erlebt, aber nicht von ihrem Ziel abgelassen. „Der größte Feind des Wissens ist nicht Unwissenheit, es ist die Illusion, wissend zu sein“, zitierte Dreher den kürzlich verstorbenen Physiker Stephen Hawking. Die acht Absolventen und eine Absolventin hätten sich dieser Illusion nicht hingegeben und seien nun auf ihrer Kompetenztreppe erfolgreich weiter aufgestiegen.

Jonathan Stooß blickte bei der Abschlussfeier im Namen seiner Kommilitonen auf die vergangenen zwei Jahre. Nicht immer habe sich das Arbeitspensum planen lassen: „Manchmal war gerade dann, wenn im Studium viel zu tun war, auch im Berufsleben viel aufgelaufen“, erinnerte er sich. Da habe es geholfen, dass die Studiengangsverantwortlichen auf individuelle Wünsche reagieren konnten.  Es habe fast etwas von Urlaub gehabt, sich für die Präsenzzeit auf den Weg in die Villa Rheinburg zu machen, schmunzelte Stooß. Nicht nur die Fachveranstaltungen, sondern auch die Gemeinschaft mit den Kommilitonen und der Austausch über Branchen- und Generationengrenzen hinweg seien sehr bereichernd gewesen. „Wir werden den Kontakt halten“, blickte der Absolvent voraus, der selbst aus dem Stuttgarter Raum an den Bodensee gependelt war.

Dass ein Stück weit Improvisation beim berufsbegleitenden Studieren nötig ist, machte Marc Schloßarek mit seinem interaktiven Improvisationstheater anschaulich. Zur Feier des Tages spielte die Jazz-Band „HTWG Four“ für die Absolventen auf.

 

Der berufsbegleitende Masterstudiengang Systems Engineering

Der Studiengang richtet sich an Absolventen von Universitäten, Fachhochschulen und Dualen Hochschulen mit einem Abschluss in Elektrotechnik, Informationstechnik oder einem verwandten Studiengang. Er bietet eine praxisnahe Ausbildung für die Planung, den Entwurf und die Integration von Systemlösungen. Der Studiengang ist modular aufgebaut. Behandelt werden die wesentlichen systemtechnischen Prozesse, des Weiteren werden die fachwissenschaftlichen Kenntnisse in Bezug auf elektrotechnische Systeme vertieft. Wahlpflichtmodule ermöglichen eine individuelle Schwerpunktsetzung.

Für Unternehmen ist der berufsbegleitende Master ein Angebot der gezielten Personalentwicklung. Sie profitieren zudem von Projektarbeiten und der Masterarbeit, die im Unternehmen angesiedelt sind. Der Master in Systems Engineering wird berufsbegleitend angeboten und erfordert eine Präsenz der Studierenden von rund 70 Tagen innerhalb des zweijährigen Studiums. Die Absolventen erwerben den akademischen Titel Master of Engineering (M.Eng.).

Master Systems Engineering (SEM)

Umfang: 90 ECTS-Punkte

Regelstudienzeit: 4 Semester

Zugangsvoraussetzung: Bachelor- oder Diplom-Abschluss in Elektrotechnik, Informationstechnik oder vergleichbaren Studiengängen mit 210 ECTS-Punkten, mindestens einjährige Berufserfahrung, Notendurchschnitt besser als 2,5, die Bewerbungsfrist für das Wintersemester 2018/19 endet am 15. Juli.

Weitere Informationen gibt es hier.

Prof. Dr.-Ing. Karl Trottler, Tel. 07541.2077.421, trottler@dhbw-ravensburg.de, bzw. Prof. Dr. Werner Kleinhempel, Tel. 07531.206.258, kleinhempel@htwg-konstanz.de